
5. März 2025
Atzenbrugg Networking – Ermutigende Kinderlieder und Songwriting-Duo in spe
Liebes Melomanie-Buch,
gestern war's wieder so weit – ein Ausflug ins schöne Schloss Atzenbrugg zum nächsten Workshop des Lehrgangs „Musikszene NÖ – Kreative Kompetenz" stand bevor – mittlerweile schon fast wie eine Art home coming, alles routiniert und lauter bekannte Gesichter, da wir Teilnehmer:innen uns mittlerweile schon relativ gut kennen. Wir fahren schon gemeinsam mit dem Zug hin, haben schon super Taxi-Fahrgemeinschaften gegründet und die überaus nette Empfangsdame kennt uns mittlerweile auch schon alle. Diesmal boten uns der Sänger der oberösterreichischen Band „Folkshilfe" Florian Ritt und der Musikmanager Matthias Pirngruber einen Einblick in die Thematik „Gute Gründung, gelungener Auftritt". Die beiden ließen uns an ihren Erfolgen, aber auch an der Kunst, mit Stil zu scheitern oder Fehler zu machen, teilhaben - authentisch, absolut nahbar und mit viel Schmäh. Mittlerweile bin ich aber zu der Erkenntnis gekommen, dass das Wertvollste an diesen Veranstaltungen – neben der Expertise der erfahrenen „Musikmenschen" – eigentlich das soziale Netzwerk ist, das sich immer mehr festigt. An diesem Abend ergaben sich zwei wunderbare Begegnungen mit interessanten Menschen, für die ich wirklich sehr dankbar bin.
Ich habe zum einen den Kinderbuchautor Norbert kennengelernt. Uns verbindet die Liebe zu Literatur und Musik für Kinder. Ich habe vor einigen Jahren ein Kinderlied zu schreiben begonnen, aber da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht genau wusste, wohin ich damit eigentlich will, habe ich das Projekt – trotz eines sehr netten Refrains für ein noch nicht fertiges Kinderlied – auf Eis gelegt. Als Norbert erzählte, dass er für seine bereits veröffentlichten Kinderbücher nun auch dazu passende Kinderlieder produzieren möchte, schon fertige Liedtexte in der Schublade hat, aber selbst kein Musiker ist, erkannte ich mich selbst in seinen Worten wieder, denn auch ich habe schon ein halbfertiges Kinderlied geschrieben, aber noch nicht die nötige Zeit und Muße gefunden, das Projekt in die Gänge zu bringen. Die gemeinsame Idee, Kinderlieder produzieren zu wollen, brachte uns ins Gespräch. Die Connection und Sympathie waren da und es ergab sich wie von selbst, sich da einfach zusammenzutun. Ich ging auf ihn zu und Norbert bot mir an, mir die Liedtexte für seine Kinderlieder zukommen zu lassen. Ich bekundete voller Euphorie mein Interesse, seine Lieder zu harmonisieren und mit einer passenden kindgerechten Melodie zu versehen. Ein neues Feuer war entfacht. Kiddy vibes are on the way!
Zum anderen bin ich an dem Abend mit dem leidenschaftlichen Gitarristen Manfred ins Gespräch gekommen. Nach dem ersten Networking-Step des Hineinhören in die Musik des jeweiligen anderen führte das eine zum anderen: wir mochten den Stil und die Energy des anderen und auch hier entstand plötzlich wie von selbst die Idee einer weiteren Zusammenarbeit, gewissermaßen das Ziel, eine musikalische Synergie zu entwickeln und ein gemeinsames Sound-Experiment zu wagen – ein gemeinsames Song Writing Project. Die Vorstellung, gemeinsam zu texten, mit Akkorden und Sounds zu experimentieren, ohne genau zu wissen, wohin die Reise am Ende führen wird, klingt wirklich extrem verlockend und vielsprechend.
Summa summarum: Es ist einfach überwältigend, was für tolle Begegnungen so ein Musiker:innen-Netzwerk wie jenes, das durch die regelmäßigen Seminare in Atzenbrugg entstanden ist, ermöglicht. Der Lehrgang vermittelt uns individuellen Künstler:innen nicht nur hilfreiche Inputs für das eigene Schaffen, sondern ermöglicht auch neue Vernetzungen für ganz neue ungeahnte Projekte. Und das alles am Faschingsdienstag, wo als Überraschung für uns alle auch noch Faschingskrapfen spendiert wurden. Hell, yeah!